Unsere Sternwarte lädt ein!

 

Unsere Sternwarte auf dem Erbisberg in Heidenheim-Mergelstetten ist das eigentliche Zentrum der Vereinstätigkeit. Sie wurde mit Hilfe zahlreicher Spenden und umfangreicher Eigenarbeit der Vereinsmitglieder zwischen 2004 und 2006 erstellt. Wie der Name des Standortes andeutet, liegt die Sternwarte auf einer Anhöhe in einer günstigen Stadtrandlage. Trotz der üblichen Lichtverschmutzung sind Sterne bis zur  Größenklasse 5m mit dem unbewaffneten Auge sichtbar.

In der Beobachtungskuppel befinden sich 2 Teleskope: ein Zeiss-Refraktor APQ 150  und ein Spiegelteleskop C14 vom Typ Schmidt-Cassegrain. Der Refraktor hat eine Öffnung von 150mm und ist absolut farbrein. Das Spiegelteleskop hat eine Öffnung von 356mm (=14 Zoll). Die beiden Teleskope sind aufgrund ihrer unterschiedlichen Eigenschaften für verschiedene Aufgaben vorgesehen.

Der Refraktor wird vor allem für Objekte des Sonnensystems eingesetzt. Wegen seiner wesentlich kürzeren Brennweite gegenüber dem Spiegelteleskop, und damit verbunden einem deutlich größeren Gesichtsfeld, sind z.B. auch Sternhaufen seine Domäne. Das Spiegelteleskop hingegen ist durch seine große Öffnung besonders lichtstark und das bevorzugte Instrument für die Beobachtung schwacher Galaxien und planetarischer Nebel. Mit dem Refraktor können Sonnenflecken und die Sonnengranulation besonders gut betrachtet werden. Für die sichere Beobachtung ist ein geeignetes Schutzfilter vorhanden.

Für die Beobachtung von Sonnen-Protuberanzen steht ein kleines Spezialfernrohr vom Typ Coronado PST mit Double Stack-Filter zur Verfügung. Dieses Filter läßt nur die sog. H-Alpha-Linie des Wasserstoff-Spektrums durch.

Seit August 2014 steht für den großen Zeiss-Refraktor ein spezielles H-Alpha-Filter zur Verfügung, ein SolarSpectrum ASO Filter, welches unvergleichlich detailreiche Beobachtungen der Strukturen der Chromosphäre ermöglicht. Dieses äußerst schmalbandige Filter mit nur 0,05 nm Bandbreite lässt die Sonne dunkelrot erscheinen, und es werden Strukturen der Chromosphäre, die sonst von der Photosphäre überstrahlt werden, sichtbar. Neben den Protuberanzen, die bereits im kleinen Fernrohr zu erkennnen sind, kann man Sonnenfackeln, Filamente, Strahlungsausbrüche etc. besonders gut beobachten und fotografieren. Weiteres zum H-Alpha-Filter finden Sie unter Quodlibet.

 
Ein  junger  Nachwuchsastronom beobachtet die Sonnenprotuberanzen.

Die Fernrohre sind auf einer stabilen parallaktischen Montierung von E. Alt befestigt. Zusammen mit der Steuerungs-Elektronik FS2 ist eine sehr präzise Nachführung der Teleskope möglich, so dass auch fotografische Aufnahmen mit langen Belichtungszeiten möglich sind.

Die Energieversorgung erfolgte bis 2013 durch eine Solarstrom-Anlage. Inzwischen ist die Sternwarte jedoch an das öffentliche Stromnetz angeschlossen.

Unsere Sternwarte ist eine Volkssternwarte, d.h. sie ist prinzipiell für alle Interessierten zugänglich. Dafür sorgen zum einen unsere öffentlichen Beobachtungsabende (und –nachmittage für die Sonnenbeobachtung); außerdem können Beobachtungstermine für Schulen, Vereine oder Firmen vereinbart werden.

Wie Sie die Sternwarte finden, erfahren Sie hier.

Bilder zur Geschichte und zum Bau der Sternwarte gibts hier.

 

zum Seitenanfang