Aktuelles

Ankündigungen zu den Beobachtungen sind auch in der Tagespresse zu finden.
Außerdem gibt es  eine Telefon-Hotline  07326-9689862 für die nächsten Termine
bzw. eventuelle Absagen wegen schlechter Bedingungen

 Öffentliche Beobachtungen finden wieder ab September statt. Hier finden Sie die Termine.

 

Beobachtungsmöglichkeiten im Monat September 2022
zusammengestellt von Helmut Heinicke
 


Merkur
erreicht am 23. September seine untere Konjunktion, und ist im gesamten Monatsverlauf unbeobachtbar..

Venus  beendet ihre Morgensichtbarkeit. Der Planet geht am Monatsanfang um etwa 5:15 h MESZ auf. Man kann den Planeten dann bis zur Morgendämmerung noch wenige Grad über dem Horizont mit einem Fernglas entdecken. Ab Monatsmitte wird das immer schwieriger bis unmöglich.

Mars  ist ein Objekt der zweiten Nachthälfte. Der Planet geht am Monatsanfang um  23:15 h MESZ auf, am Monatsende bereits gegen 22:00 h. Das Planetenscheibchen erreicht rund 10" Durchmesser bei einer Helligkeit von ca. -0,1 bis -0,6 mag. Damit wird Mars langsam ein lohnendes Beobachtungsobjekt.  Seine Opposition erreicht Mars im Dezember.  Er wird dann im Süden in einer Höhe von 65° stehen, aber leider einen Durchmesser von nur 16,5" erreichen.

Jupiter  ist durch seine große Helligkeit gut zu beobachten. Am 1. September geht der Planet um etwa 21:00 h MESZ auf, am Monatsletzten bereits vor 19:00 h. Am 26.9 steht Jupiter in Opposition, ist also die ganze Nacht zu beobachten. Sein Winkeldurchmesser beträgt ca. 50".

Saturn  ist der westlichste aller Planeten.  Er steht am Monatsersten bereits um Mitternacht genau im Süden in etwa 25° Höhe.  Am Monatsletzten geht Saturn bereits gegen 3:00 h unter. Das Planetenscheibchen hat etwa 18" Durchmesser.

Uranus   geht am Monatsanfang  um  22:15 h MESZ auf, am Monatsletzten bereits 2 Stunden früher. Der Planet ist mehr ein Objekt der 2. Nachthälfte, weil er erst dann eine genügende Höhe erreicht. Im Teleskop erscheint Uranus bei hoher Vergrößerung als knapp 4" großes blass grünes Scheibchen.

Neptun  befindet sich ca. 10° westlich von Jupiter.  Zur Mitte des Monats kulminiert Neptun um etwa 1:25 h MESZ  in 38° Höhe. Sein Scheibchen ist nur 2,5" im Durchmesser und erfordert zur Beobachtung ein stark vergrößerndes Teleskop.

Sonne

Im aktuellen Sonnenfleckenzyklus zeigen sich immer wieder Sonnenflecken. Auch die Chromosphäre zeigt Aktivitäten. Es sind immer wieder schöne Protuberanzen am Sonnenrand zu beobachten.

Mond

Am 10.9. ist Vollmond, am 25.9. ist Neumond.

Sternschnuppen

Im  September  gibt es gleich vier Meteorströme, die aber wohl allesamt keine besondere Aktivität zeigen werden. Gleich in den ersten Tagen des Monats sind die Aurigiden zu erwarten, deren Radiant im Fuhrmann liegt, und nach Mitternacht eine günstige Höhe erreicht.
In der Nacht vom  8. auf den 10. September sind die September-Epsilon-Perseiden zu erwarten. Nach Mitternacht erreicht der Radiant eine ausreichende Höhe. Allerdings wird der helle Mond störend sein.
Ab dem 10. September könnten die Südlichen Tauriden einige Meteore liefern.

Kometen

Es sind zwar einige Kometen am Himmel, die aber ausnahmslos sehr schwach sind.  Am "interessantesten" noch dürfte der Komet C/2022 E3 (ZTF) sein. Seine Bahn zieht durch das Sternbild Nördliche Krone. Man versucht am besten gleich nach Ende der abendlichen Dämmerung am Westhimmel nach dem Kometen. Er erreicht aber nur eine Helligkeit von etwa 12 mag., was eine fotografische Beobachtung voraussetzt.

Fixsternhimmel

Nach Dunkelwerden findet man hoch am Westhimmel das Sommerdreieck Vega (Leier), Deneb (Schwan) und Atair (Adler). Westlich davon steht der Herkules.  Im Osten sind Pegasus, Andromeda und die Kassiopeia.  Gegen Mittenacht steht der Perseus bereits in ausreichender Höhe. Der Große Bär befindet sich tief am Nordhimmel.. In der zweiten Nachthälfte zeigt sich im Osten der Fuhrmann, etwas später sogar schon der Stier und die Zwillinge.

 

Sonne in H-Alpha (Protuberanz) vom 3.8.22

Sonnenprotuberanz vom 3.8.22

Die Sonne im H-Alpha-Licht als GIF-Animation 33 Bilder aus jeweils im Abstand von 2 Minuten aufgenommener Bilder von 17 Uhr bis 18 Uhr 15 mit der ASI 290 MC Kamera
am Zeiss APQ F30 durch einen Solar-Spectrum Filter (656,3nm Bandbreite 0,05 nm) an der Willi-Hüll-Sternwarte.

Burkhard Schölch