Aktuelles

Ankündigungen zu den Beobachtungen sind auch in der Tagespresse zu finden.
Außerdem gibt es  eine Telefon-Hotline  07326-9689862 für die nächsten Termine
bzw. eventuelle Absagen wegen schlechter Bedingungen

  Hier finden Sie die Termine ür die öffentlichen Beobachtungen

 


Beobachtungsmöglichkeiten im Monat Juni 2026
zusammengestellt von Helmut Heinicke 

Merkur  erreicht in der ersten Junihälfte eine ansehnliche Abendsichtbarkeit. Zum Monatsanfang und auch noch zur Monatsmitte geht der Planet etwa 1 3/4 Std. nach der Sonne unter,. Am Monatsanfang ist Merkur - 0,5 mag hell, zur Monatsmitte aber nur noch 0,8 mag.  Der Planet schiebt sich zwischen Sonne und Erde und zeigt uns zunehmend seine unbeleuchtete Seite.
Danach verschlechtert sich die Sichtbarkeit rapide, und er ist bald nicht mehr beobachtbar.

Venus  ist strahlender Abendstern, und löst am 9. Juni Jupiter ab. An diesem Abend zieht Venus in einem Abstand von 1,5° an Jupiter vorbei, und steht ab dann höher als der Riesenplanet. Am Monatsersten geht Venus 2 Std 45 Min  nach der Sonne  unter, zum Monatsende verkürzt sich die Zeit auf  ca. 2 Std 10 Min.. Der Planet. erreicht eine Helligkeit von mag. - 4.0 bei einem scheinbaren Durchmesser von ca. 15".
Am 17. Juni zieht die ganz schmale Mondsichel sehr dicht an Venus vorbei. Zur Zeit der größten Annäherung gegen 23:30 h MESZ stehen Venus und Mond allerdings schon sehr tief. Ca. 20 Min später gehen beide Objekte bereits unter.

Mars  befindet sich am Morgenhimmel. Die Ekliptik verläuft aber sehr flach, was die Beobachtung  erschwert. Man wird den Planeten erst ab Mitte des Monats zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung auffinden können. Seine Helligkeit beträgt allerdings nur 1.4 mag.

Jupiter  steht am Abendhimmel im Sternbild Zwillinge. Am Monatsersten erreicht er zum Sonnenuntergang im SW eine Höhe von nur noch 28°, sein Untergang ist etwa um 0:20 h MESZ.  Nachdem am 9. Juni Venus an Jupiter vorbei gezogen ist versinkt der - 1.9 mag helle Jupiter zunehmend in der Abenddämmerung., Am Monatsende erreicht er zum Sonnenuntergang im Westen eine Höhe von nur noch 10°, und ist nicht mehr sinnvoll mit dem Teleskop beobachtbar.

Saturn  ist im Juni wieder am Morgenhimmel zu beobachten. Die Ekliptik verläuft allerdings sehr flach, so dass der Planet leicht in der Morgendämmerung verblasst. Am 1. Juni geht er um 3:15 h MESZ auf, und damit gut 2 Stunden vor der Sonne. Seine Helligkeit beträgt etwa 0,8 mag. bei einem Scheibchendurchmesser von 17". Man blickt von Süden auf die Ringebene. Zum Monatsende geht Saturn bereits knapp 2 Stunden früher auf, und ist damit zum Beginn der bürgerlichen Dämmerung deutlich besser zu beobachten.

Uranus erreichte am 22. Mai seine Konjunktion und ist im Juni am Morgenhimmel noch  unbeobachtbar.
Neptun  steht etwas westlich von Saturn am Morgenhimmel, ist aber schwieriger als Saturn zu beobachten. Seine Helligkeit beträgt nur mag. 7,9 bei einem Durchmesser von 2,5 ".

Sonne

Im aktuellen Sonnenfleckenzyklus zeigen sich immer wieder schöne Sonnenflecken. Auch die Chromosphäre zeigt Aktivitäten und es sind auch Protuberanzen zu beobachten.

Mond

Am  15.6. Neumond,  am 30.6. ist Vollmond.
 
Sternschnuppen

In diesem Monat ist der Meteorstrom der Juni - Bootiden aktiv, der sein Maximum am 22. Juni erreicht. Der Ausstrahlungspunkt liegt im nördlichen Teil des Sternbilds Bootes, der bereits nach Dunkelwerden in Zenitnähe steht. Zur Zeit des Maximums stört allerding der zunehmende Halbmond.

Kometen

Im Monat Juni kann der Komet C/2024 J3 (ATLAS) beobachtet werden. Er zieht vom Sternbild Füchschen in den Schwan, eine Region, die ab Mitternacht in ausreichender Höhe steht. Der Komet dürfte einige Monate hindurch zu beobachten sein. Seine Helligkeit beträgt allerdingd nur etwa mag. 13, was aber z.T. durch die optimale Position am Himmel wettgemacht wird.
Andere Kometen befinden sich am Morgenhimmel, sind aber wegen horizontnaher Position schwer beobachtbar.

Fixsternhimmel

Nach Dunkelwerden steht hoch im Süden der Bootes. Der Löwe bereitet sich im Westen schon zum Untergehen vor.  Der Große Bär steht etwas westlich vom Zenit. Im Südosten findet man den  Herkules, etwas weiter östlich die Leier mit der hellen Vega, gefolgt vom Schwan. Nach Mitternacht erscheint im Nordosten der Pegasus und die Andromeda. Vor der Morgendämmerung geht in Südosten der Wassermann und der Steinbock auf.                        


Marsbedeckung durch den Mond vom 8.12.2022 um 6 Uhr bis 6 Uhr 6

Sonnenprotuberanz vom 3.8.22

Aufgenommen von Gerd Jooß mit 200/1000 Newton und 2x Barlow auf etwa 200 % vergrößert in Gerstetten