"Faszination Weltall"
Astrobilder-Ausstellung im Brenzpark

Text: Dr. Gerhart Raichle
 

Mit der Konzert-Saison beginnt im Heidenheimer Brenzpark auch die Ausstellungs-Saison: Wer eine der musikalischen Veranstaltungen oder auch nur den Brenzpark "einfach so" besucht, kann im Pavillon am kleinen Festplatz auch eine Reihe von Bild-Präsentationen besichtigen. Den Auftakt macht in den Monaten Juni und Juli eine Ausstellung von Fotografien aus den Tiefen des Sternhimmels, die von Mitgliedern des Heidenheimer Astronomie-Vereins aufgenommen wurden.Insgesamt werden 18 Bilder von verschiedensten Himmels-Objekten, vom Mond bis zu Millionen Lichtjahre entfernten Galaxien, gezeigt, die in der Sternwarte auf dem Mergelstetter Erbisberg, in den Garten- oder Balkon-Sternwarten der Fotografen oder auf einer Astrofarm in Namibia entstanden sind.



Blick in die Ausstellung. Foto: Helmut Heinicke

Einige der Heidenheimer Hobby-Astronomen reisen regelmäßig in das bis heute von der deutschen Kolonialvergangenheit geprägte Land am Südwest-Ende Afrikas, um den dortigen unvergleichlich klaren Himmel zu nutzen. "Wie die Bilder beweisen, kann man auch auf der Schwäbischen Alb erstklassige Astro-Aufnahmen machen", sagt der Doyen der Heidenheimer Astrofotografen Helmut Heinicke, von dem auch die meisten gezeigten Bilder stammen, "aber man muss hier halt wesentlich länger warten, bis man zum Schuss kommt und oft ist der Himmel auch schon wieder zu, bevor man fertig ist". Denn Astro-Bilder entstehen nicht wie "normale" Fotos in Sekunden­bruchteilen, sondern in stundenlangen Belichtungen. Davon legen die ausgestellten Bilder beredtes Zeugnis ab: die Belichtungszeiten werden zusammen mit anderen instruktiven Details bei allen ausgestellten Bildern mitgeteilt.



Flammennebel und Pferdekopf-Nebel im Sternbild Orion. Foto: Gerhart Raichle